LILA RISIKO SCHACHMATT


 

 

 

 

 

 

 

Fotos: Piero Chiussi (www.webchroma.de)

Deutsche Erstaufführungen aus Syrien, Palästina und Marokko mitten in Neukölln!

Teil 1: RÜCKZUG von Mohammad Al Attar (Syrien), 603 von Imad Farajin (Palästina)

Premiere: Teil 1 - 24.11.11, Vorstellungen: 25.-27.11.11, 6./7., 10./11., 20-22.12.11

weitere Vorstellungen: 28. und 29. Januar und im März, 19.30 Uhr

Presse:

http://www.tagesspiegel.de/kultur/das-verbotene-zimmer/5888240.html

http://www.berliner-zeitung.de/kultur/arabische-theaterstuecke-eine-muecke-oeffnet-den-kopf,10809150,11236924.html

Die Stücke Teil I

Mohammad Al Attar stellt in Damaskus zwei Verliebte gegenüber - die jungen Journalisten streiten, wie man leben und lieben kann in einem System von Korruption und Verstellung. Der große Knall kommt, das ist klar. Zurückgezogen von der Stadt trifft ihr Drang nach Ruhe auf seinen nach Veränderung. Also bleiben oder gehen? Vielleicht nach Berlin?

Imad Farajin verhandelt die zentralen Fragen der Palästinenser im Gefängnis, dabei sind die Mauern beweglich. Vier Männer sehen sich von der Zeitgeschichte aufgerieben und fliehen auf ihre Art: ihre Verbrechen haben niemandem etwas gebracht, in israelischer Haft überwiegt die Sehnsucht nach den wichtigen Menschen draußen, und nach einem Leben in Freiheit: aber wie kann das aussehen? 

Teil II

Premiere: Teil 2 - 24.02.2012 

HASSAN LEKLICHEÉ von Jaouad Essounani

Vorstellungen 29.2., 1.3. u.a. 19.30 Uhr im Studio des Heimathafen Neukölln

& interaktive Veranstaltungsreihe im März 2012

1986, die WM in Mexiko. Jeder feuert sein Land an, und die ganze Welt feuert Maradona an. Hassan hat das Dritte-Welt-Fieber gepackt. Angefangen von der Leichtathletin Nawal El Moutawakil bis hin zu Bruce Lee, Bob Marley und Maradona. Als Marokko Portugal mit 3:1 schlägt, gibt Yettou eine Party für all ihre Huren und Zuhälter und für ihre Beamten und Drogendealer. Aber als Deutschland Marokko mit 1:0 besiegt, schwört Hassan, dass er nie wieder etwas mit Fußball und Haschisch zu tun haben will. Er lässt sich Che Guevara auf die rechte Schulter und einen Widderkopf auf den Rücken tätowieren. (Aus HASSAN LEKLICHEE)

Ausgehend von zeitgenössischer arabischer Dramatik vertieft sich das Format LILA RISIKO SCHACHMATT in Vielfalt und Vertrautheiten einer Region im Umbruch. Nach RÜCKZUG von Mohammad Al Attar (Syrien) und 603 von Imad Farajin (Palästina) durchstolpert im zweiten Teil der Reihe HASSAN LEKLICHEE von Jaouad Essounani (Marokko) als Katastrophenvariante von Forest Gump eine rasante Revue kollektiver Risiken.

In der ergänzenden interaktiven Veranstaltungsreihe klicke wir uns gemeinsam mit Macher_innen und Beobachter_innen poetisch provokanter und akut politisierter arabischer Kunst- und Kulturproduktion durch Profilbilder einer Generation, deren Horizont längst ein weltweit ausgestrahlter ist.

 

Übersetzer: Ebtihal Shedid, Andreas Bünger, Jaouad Oaussou / Regie: Lydia Ziemke / Produktionsleitung/-beratung: Aliki Schäfer/ künstlerische Mitarbeit: Wiebke Hagemeier / Regiehospitanz: Finn Schulze-Feldmann / Ausstattung: Martina von Holn & Tucké Royale / Ausstattungsassistenz: Hoda El-Sharkawy & Anna Gentilini / Foto: Piero Chiussi / Grafik Design: Tobias Kauer / Mit: Jillian Anthony, Javeh Asefdjah, Nadim Jarrar, Patrick Khatami, Alois Reinhardt

Veranstaltungs- + Workshopreihe: Konzept und Umsetzung: Nora Haakh, Laura Werres, Lydia Ziemke / Assistenz: Marie Popall / Produktionsberatung: Aliki Schäfer

 

Die Stücke von Jaouad Essounani, Mohammad Al Attar und Imad Farajeen sind während des British Council/Royal Court Theatre Near East and North African New Writing Project zwischen 2007-2010 entstanden, und wurden in Lesungen während des “I Come From There: New Plays from the Arab World Season“ am Royal Court Theatre im November 2008 präsentiert. Im Rahmen von LILA RISIKO SCHACHMATT werden sie erstmals ins Deutsche übersetzt und inszeniert.

 

       Unterstützt vom Aktionärsfond Karl-Marx-Strasse und Fonds Darstellende Künste